S.O.S. ich suche uns... Wo sind wir verloren gegangen, wo haben wir uns losgelassen? Was ist alles passiert, dass das Herz, dass doch voller Liebe stecken soll nur noch mit Wehmut und Angst gefüllt ist? Wie viel kann das Herz noch tragen?
Ich, Katze, habe dich die letzten Wochen nur zweifeln lassen. Ich habe Sachen getan und gesagt, die mir selbst die Seele rausreißen und mich gerade beschämend auf der Couch sitzen lassen. Manchmal fühlt es sich auch an wie ein Messer, das ich mir selbst in die Lunge gerammt habe. Atmen ist schwer, weil überall die Gedanken sind, dich unglücklich zu machen. Was verdammt ist alles passiert, dass aus uns Gegner werden können? Ich verstehe nicht, dass es so weit gehen kann, dass ich alleine durch die Clubs ziehen muss um etwas zu finden, das mir den Glauben an mich selbst gibt und etwas, das mir zeigt, dass deine Worte nicht gerecht sind. Etwas, das mich klar kommen lässt und irgendwie dein Verhalten aufwiegt. Es ist kindergartengerecht. Nein, niveauloser. Ich habe manchmal das Gefühl, nicht erwachsen genug zu sein um klar entscheiden zu können. Gott beneide ich dich um dein konstante Persönlichkeit und deine Gerechtigkeit. Warum kann ich nicht so sein?
In den Streitmomenten fühle ich mich so oft unterlegen und deine Worte lassen mich an deiner Liebe zweifeln. Sämtliche nachvollziehbare Gedankengänge sind verschwunden und die Vernunft reicht nicht mehr aus. Ich habe das Gefühl rebellieren zu müssen. Gegen einen Menschen, der unsere Liebe schlecht redet und mich, wobei ich doch immer diejenige bin, die dich durchgängig ohne Pause haben will, diejenige, die von keinem anderen gemocht werden will und diejenige, die dir immer und immer wieder beweisen will, dass wir es hinkriegen. Und was passiert? Alles wird schlimmer, wir werden schlimmer. Du hältst es nicht mehr aus und kannst meinem Mund nichts mehr abnehmen. Ich weiß nicht wie weiter. Die Angst lässt mir sagen, dass unsere Autofahrt auf der Lebensbahn gerade ganz schön wackelig ist. Dass der eine Reifen schon geplatzt ist und meine Beifahrertür halb von dir geöffnet wurde. Baby ich brauche dich für all den scheiß. Ich brauche dich zum Aufstehen, zum Bett gehen, zum Lachen, zum Lieben, zum Sex haben, zum Abhängen, zum Reden, zum Anschauen, zum Anfassen. Fuck du bist es! Nie war irgendwas in meinem Leben so sicher. Ja und vielleicht brauche ich dich auch um mir selbst den Spiegel vor's Gesicht zu halten. Zu sehen, dass ich dich so nicht glücklich machen kann. Elend. Einfach nur ein Elend meiner selbst.
MIttlerweile ist 4.13 Uhr und ich frage mich noch immer, wie weit ist die Liebe bereit zu gehen? Du hörst dich so an, als ob sämtlicher Respekt verloren gegangen ist und in deiner Stimme habe ich die Enttäuschung gehört. Ich will das nicht mehr. Ich will das schönste Gesicht lachen sehen und dich ruhend an meinem Körper spüren. Baby bist du noch bereit den Stolpersteinenweg zu gehen? Hast du Glauben an "Wir schaffen alles"? Auch ich zweifel, ob ich die richtige bin. Wäre ich es, hättest du nicht so unendlich viel Stress. Wäre ich es, könntest du zu Hause bleiben und dich über gemeinsame Zeit freuen. Aber das tust und kannst du nicht. Kein zurücklehnen und kein Ankommen mehr. Und es ist kein Wunder, dass du dir die Frage stellst: Für was...
Boah und ich platze gleich. Mein Bauchgefühl frisst meinen Kopf und mein Herz mischt sich ein. Wie lange können wir noch? Ich dachte immer, wenn zwei sich lieben, kann nur alles gut werden.
Irgendwann liegen wir beide auf dem Boden. Entweder, weil wir uns gerade heftigst die Knie auf dem Boden aufgescheuert haben oder weil wir uns gegenseitig erschlagen haben, von unserem Misstrauen, der Angst und der zu starken Liebe.



